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BVG


BVG

Berliner Verkehrsbetriebe

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) – Anstalt des öffentlichen Rechts – sind ein Unternehmen für öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Berlin. Dieser wird in Berlin und teilweise im angrenzenden Umland mit U-Bahnen, Straßenbahnen und Omnibussen durchgeführt. Außerdem betreiben sie einige Fähren auf den Berliner Gewässern. Zwischen 1984 und 1994 betrieb die BVG in West-Berlin die S-Bahn und zwischen 1989 und 1991 die M-Bahn. Zu ihren Aufgaben gehört ebenfalls die Durchführung von Werbung an, auf und in Verkehrsanlagen und Verkehrsmitteln sowie auf öffentlichem Straßenland (über die Firma Die Draussenwerber) und die Vermietung von Geschäftsräumen in Verkehrsanlagen sowie auf öffentlichem Straßenland (über die Tochter URBANIS GmbH).

Die BVG ist Mitglied im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und VDV.

>>S- und U-Bahnnetz Berlin<<

Geschichte

Vor der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin im Jahr 1920 gab es auf dem Stadtgebiet verschiedene, voneinander unabhängige Unternehmen, die öffentlichen Personennahverkehr durchführten. So gab es die 1868 privat gegründete Allgemeine Berliner Omnibus-Actien-Gesellschaft (ABOAG), die 1897, ebenfalls privat, entstandene Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin (Hochbahngesellschaft) und einige Straßenbahnunternehmen. Letztere vereinigten sich 1923 zur städtischen Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH.

Es gab jedoch weder aufeinander abgestimmte Fahrpläne noch Fahrpreise. Dies wurde als ein untragbarer Zustand empfunden, besonders wegen des mit fast 900 km² riesigen Stadtgebiets. Ernst Reuter, der 1926 das Dezernat für Verkehr und Versorgungsbetriebe im Magistrat übernahm, setzte sich für die Beendigung dieses Missstandes ein. Am 9. März 1927 schlossen die Berliner Straßenbahn-Betriebs-Gesellschaft, die Hochbahngesellschaft und die Allgemeine Berliner Omnibus AG den sogenannten Interessengemeinschafts-Vertrag, mit dem am 15. März 1927 der 20-Pfennig-Einheitstarif zwischen den drei Verkehrsmitteln in Kraft trat. Der Tarif erlaubte das einmalige Umsteigen innerhalb eines Verkehrsmittels beziehungsweise zur Straßenbahn oder U-Bahn, ab dem 1. Januar 1928 auch zum Bus.

Es stellte sich jedoch heraus, dass dieser Tarif nicht ausreichend war, um einen fairen Interessenausgleich zwischen den drei Unternehmen herbeizuführen. Jedes wirtschaftete weiterhin für sich allein. Die privaten Bus- und U-Bahn-Gesellschaften waren jedoch gegenüber der städtischen Straßenbahn-Gesellschaft steuerlich benachteiligt. Auf die Hochbahn entfiel das höchste Investitionsvolumen. Sie zahlte hohe Steuern auf ihr Kapital, auf sie entfiel jedoch nur ein relativ geringer Umsatz. Um diese Probleme unter einem gemeinsamen Dach zu beheben, wurde am 10. Dezember 1928 die Berliner Verkehrs-AktienGesellschaft (BVG) mit 400 Millionen Reichsmark Kapital gegründet.

Am 1. Januar 1929 nahm die Gesellschaft den Betrieb auf. Der Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft 1932 gehörte zu den spektakulärsten Arbeitskämpfen in der Endphase der Weimarer Republik.

Am 1. Januar 1938 wurde das Unternehmen unter der Bezeichnung Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) ein Eigenbetrieb der Stadt Berlin. Auf Grund der Teilung Berlins bildete sich am 1. August 1949 eine eigene BVG-Verwaltung im Ostteil der Stadt, die ab 1. Januar 1969 unter der Bezeichnung VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) firmierte.

1972 wurde die BVG durch das Lied Mensch Meier (LP Keine Macht für Niemand) der Band Ton Steine Scherben über die Berliner Grenzen hinaus berühmt. Es prangerte die damaligen Fahrpreiserhöhungen an und forderte zum Schwarzfahren auf (Ne, ne, ne, eher brennt die BVG).

Der Beitrag stammt von der Webseite Youtube>>LINK<<

Corporate Design

Nach der Vereinigung von BVG (West) und BVB (Ost) ließen sich die Berliner Verkehrsbetriebe von der Firma MetaDesign ein Corporate Design entwickeln. Dieses legt für Fahrzeuge, Haltestellen, Informations- und Leitsysteme sowie für Briefschaft das Erscheinungsbild inklusive Farben und Schriftarten und -größen fest. Dieses Corporate Design findet bis heute Anwendung und wird bei Bedarf (z. B. Farben für neue Linien) entsprechend weiterentwickelt.

Corporate Behaviour

Die BVG ist zur Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex und des Landesgleichstellungsgesetzes verpflichtet. Sie wurde im Jahr 2012 für ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Exzellenz-Siegel des Corporate Health Award in der Kategorie Verkehr/Handel/Logistik ausgezeichnet.

(Last Modified: 26. February 2017 10:22:04)
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