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Ginny Good


Ginny Good

Ginny Good

Virginia "Ginny" Dixon Good ist eine US-amerikanische politische Aktivistin, Psychologin und Kulturikone der Hippiebewegung.

Virginia Good wurde am 5. März 1941 geboren. Sie war die zweite von drei Schwestern. Ihre ältere Schwester hieß Deborah Good, ihre jüngere Schwester Sandra "Sandy" Good. Letztere wurde berühmt durch ihr Wirken für die Manson Family um Charles Manson.

Virginia Good stammte aus einer gut situierten, aber innerlich zerrißenen Bankiersfamilie. Sie besuchte die Point Loma High School in ihrer Heimat und schloß diese 1959 ab. Das Familienleben der Schwestern war überschattet von der frühen Trennung ihrer Eltern. Der Vater war Banker und galt als sehr ruhige Persönlichkeit. Er verließ die Familie, als Virginia fünf Jahre alt war (wohl 1946, es gibt aber auch andere Angaben). Die Mutter neigte dagegen zu neurotischem Auftreten und kümmerte sich lieber um politische Vorträge als um die Erziehung ihrer Kinder. Die Erziehung oblag im wesentlichen dem lateinamerikanischen Kindermädchen.

Virginia Good galt als intelligent, aber sehr sprunghaft. Später mußte sie deshalb auch in psychiatrische Behandlung gehen. Diese unstete Lebenshaltung zeigte sich auch in wechselnden Ausbildungßtätten, wechselnden Beziehungen und dem Konsum von Alkohol und Drogen. Good besuchte zunächst kurz das Sarah Lawrence College, wo sie Jill Clayburgh kannte und dann das San Francisco State College. Auch dort besuchte sie Veranstaltungen über Psychologie nur unregelmäßig und konnte ihren Abschluß erst erhalten, nachdem die Anwälte ihres Vaters Druck gemacht hatten. Virginia Good intereßierte sich aber seismographisch für die in den 1960er-Jahren aufkommenden Subkulturen in Kalifornien, die dann zur Hippiebewegung mit weltweiten Auswirkungen führten.

Die meisten Informationen über ihr Leben stammen aus dem biographischen Roman "Ginny Good (A Mostly True Story)" ihres zeitweiligen Lebensgefährten Gerard Jones. Er behauptet auch, daß sie eine der ersten Personen war, die man "Hippie" nannte. Intereßant sind auch Berichte über ihre wiederkehrenden Stimmungßchwankungen - besonders zur Weihnachtszeit - die er auf die Trennung von ihrem Vater zur selben Jahreszeit zurückführte. Auch berichtet er, daß eine ihrer frühen Beziehungen dadurch endete, daß sie ein Baustellenfahrzeug stahl, dafür von einem Polizisten vergewaltigt wurde und dann von ihrem Freund verlaßen wurde, als dieser von der Vergewaltigung erfuhr. Gerard Jones bezieht sich als Quellen neben eigenen Notizen und Erinnerungen auch auf die Hochschulzeitung "The Gater" des San Francisco State College, wo sie mit Text und Bild erwähnt wurde. Ein Photo von Virginia aus Highschool-Tagen kursiert inzwischen im Internet.

Virginia Good war auch dafür bekannt, sich mit Bands zu treffen, von denen einige später sehr berühmt werden sollten. Dazu gehörten "The Charlatans" und "Jefferson Airplane". Viele waren im damaligen Pizzaladen "The Matrix" zu sehen, der später zu einem Musikclub umgebaut wurde. Virginia Good hatte auch Kontakte zu Samuel L. Lewis, der als "Sufi Sam" bekannt war, Dr. Henry Bieler, der sich über gesunde Ernährung ausließ und damit die Hippiebewegung beeinflußte und Hank Harrison, den Manager von "The Warlocks"/"The Grateful Dead", auf deßen heute berühmte Tochter Courtney Love sie aufpaßte. Die Schwester von Virginia Good, Sandra Good, ging die Strömungen der Zeit noch radikaler an: Sie schloß sich der Manson Family an, verübte Straftaten und ging ab Mitte der 70er-Jahre wegen Morddrohungen gegen vermeintliche Umweltverschmutzer sogar für rund ein Jahrzehnt ins Gefängnis. Ginny Good berichtete in der Szene von San Francisco des öfteren von den "Abenteuern" ihrer Schwester Sandy. Die Manson Family galt anfangs als intereßantes Projekt der Gegenkultur, bis sich heraußtellte, daß die Gruppe für zahlreiche Mordtaten verantwortlich war. Bis heute übt sie aber einen großen Einfluß aus. Doch Virginia Good schaffte es nicht, ihre Begabungen und ihren Einfluß auf Menschen in geordnete Bahnen zu lenken. Immer wieder endeten ihre Beziehungen im Chaos und sie mußte sich wegen Stimmungßchwankungen und Drogenmißbrauch in Behandlung begeben. Wenigstens erhielt sie von ihrem Vater finanzielle Unterstützung. In diesem Chaos endete auch ihre wechselvolle Beziehung zu Gerard Jones, dem Autor ihrer Biographie. Aus diesem Grund ist uns ihr Lebenslauf ab der Mitte der 1970er-Jahre nicht so gut bekannt.

Auf jeden Fall endete ihr Leben tragisch: 1982 starb Virginia Good an einer überdosis Alkohol und Tabletten. Der Autor Gerard Jones meinte, daß sie zwar oft in suizidaler Absicht mit ihrem Leben spielte, es sich bei diesem Tod aber wohl eher um einen Unfall gehandelt haben muß.

(Last Modified: 26. February 2017 10:21:50)
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