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Schmidt


Schmidt

Harald Schmidt ist einer der berühmtesten deutschen Showstars. Diese Biographie soll Ihnen einen kleinen Einblick in sein bisheriges Leben geben.

Leben

Der Katholik Harald Franz Schmidt wurde am 18.08.1957 im Sternzeichen des Löwen (temperamentvoll, selbstbewußt, erfolgreich) in Neu-Ulm geboren. Während seiner Schulzeit fiel er vor allem wegen seiner Fähigkeit, die Mitschüler mit Parodien zu beeindrucken, und schlechten Noten in Mathematik und Physik auf. In der Kirche zu Nürtingen spielte er Orgel und wurde später sogar geprüfter Kirchenmusiker; heute spielt er immer noch Orgel und Klavier.

Harald Schmidt schaffte das Abitur, machte Zivildienst und studierte drei Jahre lang an der Schauspielschule in Stuttgart. Der Schwabe entwickelte sich zum hervorragenden Kabarettisten, der anfangs mit wenig Zuschauern auskommen mußte (ebenso die Harald Schmidt Show), aber 1986 als bester deutscher Nachwuchskabarettist beim Kabarett- Wettbewerb 'Salzburger Stier' ausgezeichnet wurde.

Harald Schmidt ist ledig, hat aber einen kleinen Sohn und eine kleine Tochter von zwei Frauen. Er liebt Chips, Brennesseltee, Bier, Musik, Bücher und Biographien.

Harald Schmidt

Karriere

Harald Schmidt wollte in seinem Programm nie 'der liebe Junge von Nebenan' sein, sondern einfach nur böse.

1988 kam Schmidt zum Fernsehen. Beim WDR startete er 1989 mit 'MAZ ab!', wo er sensationelle Einschaltquoten von bis zu 46 Prozent erreichte. Daraufhin übernahm er 1990 'Psst...!' und flackerte ab Dezember mit Herbert Feuerstein in 'Schmidteinander' über den Bild- schirm. Die 'Versteckte Kamera' moderierte Harald Schmidt 1992, kam allerdings beim Publikum (unverständlicherweise) nicht so gut an.

1992 startete er auch erfolgreich sein drittes Kabarett-Programm 'Schmidtgift'. Mit seinem gepflegten und neutralen Äußeren täuscht er über sein wahres Ich hinweg. So nimmt er keinerlei Rücksicht bei seinen Sprüchen und Witzen, niemand ist vor seinen messerscharfen Frechheiten sicher. Dennoch ist er höflich und seine Projekte erlangen regelmäßig Kultstatus.

Seine wichtigsten Auszeichnungen sind der 'Tele Star', der 'Adolf- Grimme-Preis' mit Bronze für 'Gala - Weihnachten mit Harald Schmidt' (1992), 'Goldene Europa' und 'Entertainer des Jahres' (1993), das 'Bambi', die 'Goldene Kamera' (1994) und erneut der 'Adolf-Grimme- Preis 1997', den er sich in seiner Show zuvor selbst verliehen hatte und dann schließlich offiziell von Bettina Böttinger überreicht bekam.

1997 war das Jahr der Auszeichnungen für Harald Schmidt. Neben dem gerade erwähnten 'Adolf-Grimme-Preis 1997' heimste er auch noch zu- sätzlich das 'Bambi für die beste TV-Moderation', den 'Goldenen Löwen' und den 'Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache' ein.

Die Harald Schmidt Show

Die erste Vorabausgabe seiner neuen Late-Night-Show Harald Schmidt bei der ARD wurde am 23. Dezember 2004 gesendet – genau ein Jahr nach Schmidts letzter Sat.1-Sendung. Die erste reguläre Folge der Sendung wurde am 19. Januar 2005 ausgestrahlt. Nach Schätzungen des Schweizer Mediendienstes „Klein Report“ erhielt Schmidts Produktionsfirma für 60 Sendungen pro Jahr insgesamt acht Millionen Euro von der ARD, was einem Produktionsetat von rund 133.000 Euro pro Show entspricht (inklusive Schmidts Moderationshonorar).

Neben der Moderation seiner Sendung Harald Schmidt trat Schmidt in den folgenden Jahren immer wieder als Moderator verschiedener anderer Sendungen in Erscheinung. Vom 12. bis 26. Februar 2006 moderierte er zusammen mit dem Sportreporter Waldemar Hartmann die 60-minütige ARD-Sendung Olympia mit Waldi & Harry, die in der Zeit der Olympischen Winterspiele 2006 jeweils an den Sendetagen der ARD ausgestrahlt wurde. Am 15. Mai 2006 führte Schmidt als Gastmoderator durch das Fernsehmagazin Report Mainz, das aus Anlass des 40. Jubiläums ironisch selbstkritisch konzipiert war. Zusammen mit Eva Padberg moderierte Schmidt am 30. November 2006 die Bambi-Verleihung der Hubert Burda Media, die erstmals in der neuen Mercedes-Benz Welt in Stuttgart stattfand und in der ARD live übertragen wurde. Die Bambi-Verleihungen 2007 und 2008 wurden ebenfalls von Schmidt moderiert. Nach einer „Schnupper-Bewerbung“ in seiner ARD-Show, wo er einen Teil des ZDF-Nachrichtenmagazins als Probe für eine „Urlaubsvertretung“ moderierte, präsentierte Harald Schmidt am 19. April 2007 im Heute-Journal einen Beitrag als „Gastmoderator“. 4,24 Millionen Zuschauer sahen die Sendung.

Ab dem 25. Oktober 2007 führte Schmidt an der Seite des Comedian Oliver Pocher durch die Sendung Schmidt & Pocher. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel erklärte Schmidt nach der letzten Ausgabe von Harald Schmidt im Juni 2007, dass er mit dem Format einer mehrmals wöchentlich ausgestrahlten Late-Night-Show „fertig“ sei und dies lieber seinem Kollegen Oliver Pocher überlassen würde. Im April 2009 beendeten Schmidt und Pocher ihre Zusammenarbeit. Ab September 2009 war er mit einem überarbeiteten Format von Harald Schmidt wieder auf Sendung.

Am 22. September 2008 übernahm Schmidt anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von NDR Info für einen Tag den Posten des Chefredakteurs dieses Programms. Im September 2010 wurde bekannt, dass Harald Schmidt seinen bis 2011 gültigen Vertrag mit der ARD nicht verlängert, sondern stattdessen bei Sat.1 unterschrieben habe. Schmidt gab gegenüber der ZEIT als Begründung an, es habe nur noch wenig Kontakt seitens der ARD gegeben und er habe dieses Signal verstanden.

Am 13. September 2011 wurde die erste Ausgabe der auf Sat.1 wiederaufgelegten Harald Schmidt Show gesendet, die jeweils dienstags und mittwochs mit dem bekannten Konzept um 23:15 Uhr zu sehen war. Anfang Januar 2012 erhielt die Harald Schmidt Show einen zusätzlichen Sendeplatz und lief seitdem dienstags bis donnerstags um 23:15 Uhr. Im März 2012 gab Sat.1 bekannt, dass die Show wegen schlechter Einschaltquoten eingestellt werde. Die letzte Ausgabe auf Sat.1 wurde am 3. Mai 2012 ausgestrahlt.

Am 2. Mai 2012 gab der Pay-TV-Sender Sky bekannt, das Format zu übernehmen. Schmidt moderierte ab September 2012 von Dienstag bis Donnerstag um 22:15 Uhr seine Late Night Show. Am 13. März 2014 soll laut Angaben von Sky die letzte Harald Schmidt Show laufen. Zuvor hatte Schmidt in der Radiosendung MonTalk auf WDR 2 angekündigt, dass er sich, sollte seine Show bei Sky abgesetzt werden, komplett aus dem Fernsehgeschäft zurückziehen werde.

Radio

Seit 25. September 2013 moderiert Schmidt täglich zwischen 15 und 16 Uhr eine Radioshow bei Top20Radio.

Film

Neben seiner Moderationstätigkeit im Fernsehen trat Schmidt hin und wieder als Schauspieler in verschiedenen Filmen auf. 1995 war er in dem Kinofilm Nich’ mit Leo (zusammen mit Jürgen von der Lippe) und 1999 als Protagonist des Films Late Show in der Rolle des Conny Scheffer zu sehen. Außerdem war er an der Seite vieler Comedians mit einem Kurzauftritt in Otto Waalkes’ Kinofilm 7 Zwerge – Männer allein im Wald zu sehen. In dem Film Vom Suchen und Finden der Liebe von Helmut Dietl spielte Harald Schmidt an der Seite von Anke Engelke eine Nebenrolle.

2004 sollte Schmidt in einem RTL-Fernsehfilm über die Flutkatastrophe von 1962 in Hamburg den damaligen Innensenator Helmut Schmidt verkörpern, er sagte jedoch seine Teilnahme kurz vor der Ankündigung seiner neuen Late Night Show Harald Schmidt bei der ARD ab. Seit Neujahr 2008 spielt er in der ZDF-Reihe Das Traumschiff die Rolle des Gentleman Hosts Oskar. In dem zweiteiligen Fernsehfilm Teufelsbraten (2008) von Hermine Huntgeburth (Regie) war er als Unterwäschevertreter zu sehen.

In dem dritten Film der im November 2009 ausgestrahlten Folge der ZDF-Krimireihe SOKO Stuttgart übernahm Schmidt eine Gastrolle als Leiter einer psychiatrischen Klinik.

2011 übernahm Schmidt eine Gastrolle in Andreas Dresens Drama Halt auf freier Strecke, 2012 folgte eine Nebenrolle in Helmut Dietls Komödie Zettl.

Werbetraeger

Sein erstes Werbeengagement startete Schmidt zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998, als er auf dem Sender Sat.1 das „McSchmidt-Studio“ in einer Medienkooperation mit McDonald’s moderierte. Seit dem Jahr 2000 wirbt Harald Schmidt bundesweit regelmäßig für verschiedene Organisationen und Unternehmen. Ab Sommer 2000 pries er auf schwäbisch in TV-Spots von T-Online die Vorzüge eines Internet- und DSL-Anschlusses. In einer bundesweit erschienenen Zeitschriftenanzeige für die deutsche Stiftung Pfadfinden posierte er im Januar 2001 als Werbefigur ohne Gage. Ab 2002 gab es jährlich TV-Werbespotserien mit Schmidt als prominentem Testimonial für die Marke Nescafé der Firma Nestlé. 2003, 2004 und wieder ab Juli 2006 war Schmidt als bekennender Hypochonder Werbepartner des deutschen Arzneimittel-Generika-Herstellers Hexal. Die Spots wurden in den ersten Jahren komplett von Schmidts Firma Bonito TV produziert, wie schon die TV-Werbeauftritte Schmidts für die Kaufhauskette KarstadtQuelle (2002) und die Deutsche Bahn AG (2003).

Im Januar 2006 veröffentlichte das Münchener Marktforschungsinstitut Imas International eine bundesweite Umfrage, nach der nur 36 Prozent der Deutschen Harald Schmidt für eine sympathische Werbefigur halten, im Gegensatz etwa zu Günther Jauch, der am besten abschnitt und eine Sympathiequote von 69% erzielte. Bei der Aktion „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung warb Schmidt im Frühjahr 2006 für Darmspiegelungen. Ab Oktober 2006 synchronisierte Schmidt in 14 TV-Spots ein männliches Hausschwein als Werbefigur der Saubillig-Kampagne des Media-Markts, dazu war in den Radio-Spots des Unternehmens seine Stimme zu hören. Obwohl Schmidt bei dieser Kampagne nicht als Person in Erscheinung trat, sorgte sie für bundesweites Aufsehen. Ab 28. November 2006 warb Schmidt in Radio-Spots mit schwäbischer Dialektfärbung für das integrierte ÖPNV-System „3-Löwen-Takt“ der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg.

Unterstützer des Zentrums gegen Vertreibungen

Harald Schmidt ist Unterstützer des Zentrum gegen Vertreibungen (ZgV). Laut Medienberichten unterstützt Harald Schmidt das ZgV nicht nur mit seinem Namen und seinem Konterfei, sondern auch finanziell. Des Weiteren sitzt Harald Schmidt in der Jury des Franz-Werfel-Menschenrechtspreises.

Bücher und Kolumne

Schmidt hat mehrere Bücher geschrieben. Außerdem schrieb er von 1994 bis 2013 eine wöchentliche Kolumne für das Magazin Focus. Manche der Kolumnen wurden auch gesammelt in Buch-Form veröffentlicht.

(Last Modified: 26. February 2017 10:22:02)
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